Gute Nachricht, die Erste: Mögliche Hilfe für Korallenriffe

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Die schlechten Nachrichten zuerst: In den letzten 30 Jahren sind ungefähr 50% der lebendigen Korallen des Great Barrier Reefy verloren gegangen. Kein gutes Zeichen, vor allem, wenn man bedenkt, dass die vom Klimawandel verursachten Stressfaktoren in den nächsten Jahren vermutlich noch verstärkt (bzw. zumindest nicht verringert) werden.

Aber es gibt Anlass zum Optimismus: Wissenschaftler in Australien hoffen, Teile des Great Barrier Reefs wieder besiedeln zu können, indem sie Korallenarten aus anderen Teilen der Welt studieren, die sich schon an besonders harsche Bedingungen angepasst haben, die denen ähneln, die in Zukunft aufgrund des Klimawandels in den Meeren herrschen könnten. 

Die genetische Analyse der für die Resilienz der anderen Arten verantwortlichen Faktoren steht zwar noch aus, aber es wird schon an vorsichtigen Ansiedelungsprojekten gearbeitet, um zu sehen, wie das Ökosystem des Great Barrier Reefs auf die besonders widerstandsfähigen, aber ortsfremden Korallenarten reagiert, und umgekehrt. 

Sind diese Versuche von Erfolg gekrönt, so werden Ansiedelungen der resistenten Spezies als eine von mehreren Maßnahmen zum Erhalt des Riffs umgesetzt werden.

Und das wäre mehr als wünschenswert - denn Korallenriffe schützen die Inseln, vor denen sie liegen, und ermöglichen durch ihre Fischbestände einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der lokalen Bevölkerung. Das Sterben der Korallenökosysteme wiederum ist eines von vielen Warnsignalen, dass im System unseres Planeten unumkehrbare Veränderungen stattfinden - und dass wir mit vereinten Kräften etwas dagegen tun sollten.

 

Quelle: Der Standard, "Rettung am Riff: Eine neue Korallenart soll das Great Barrier Reef bewahren", 07.12.2020

 

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