Aktivkohle soll umweltfreundlicher werden

Heimische Produzenten Nachhaltigkeit Recycling Wissenschaft

Da Aktivkohle aufgrund ihrer Adsorptionskapazitäten wie ein Schwamm wirkt und somit Flüssigkeiten und Gase binden kann, wird sie in vielen Bereichen verwendet: Im Kosmetik-, Hygiene- und Medizinbereich (z.B. gegen Durchfall und Vergiftungen) - aber auch in der Abluft- und Abwasserreinigung.

Vor allem Kläranlagen setzen große Mengen Aktivkohle als Filter ein, und dies ist insofern problematisch, als der Großteil des Stoffes momentan auf nicht besonders umweltfreundliche Art und Weise vor allem in Ostasien basierend auf fossiler Steinkohle hergestellt wird. 

In einer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wollen Forscher in Innsbruck nun an einer umweltschonenderen Gewinnung von Aktivkohle arbeiten, um vor allem die heimischen Kläranlagen damit versorgen zu können. Diese lokale Variante soll als Nebenprodukt der Energiegewinnung aus Alt- und Resthölzern erzeugt werden und so auch die regionale CO₂-Bilanz verbessern. Schon jetzt entsteht in Holzgaskraftwerken Pulverkohle als Nebenprodukt des Prozesses der Energiegewinnung. Da diese allerdings nicht in ausreichendem Maße adsorptionsfähig ist, wird nun an verschiedenen Methoden geforscht, um sie in die benötigte Aktivkohle zu verwandeln und den Kraftwerken so einen doppelten Nutzen zu geben.

 

Quelle:
Der Standard, 05.12.2020, Forschung Spezial - "Damit die CO₂-Bilanz von Aktivkohle besser wird"

 

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