Schlechte Nachricht, die Dritte: Mikroplastik im Marianengraben gefunden

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Dass Forscher mittlerweile selbst in Proben aus den entlegensten Punkten unseres Planeten Mikroplastik finden, ist ein Zeichen dafür, wie sehr dieses Problem außer Kontrolle geraten ist. Die Kunststoffpartikel wurden nun unter anderem schon in der Todeszone des Mount Everest und im Schnee der Arktis entdeckt - und auch im Marianengraben, dem vermutlich tiefsten Ort der Erde.

Die erforschten Proben stammen aus 5.143 bis 8.255 Metern Tiefe und enthielten pro Kilogramm Sediment bis zu 209 der meistens nur ca. 1/8 mm großen Mikroplastikteilchen. Diese bestanden aus 15 verschiedenen Plastikarten, wobei hauptsächlich das für Verpackungen verwendete Polypropylen vertreten war. 

Laut den Wissenschaftern scheinen die Ozeangräben als wahre "Plastikfallen" zu agieren, da die Teilchen schwer wieder aus diesen extremen Tiefen emporsteigen können, sobald sie einmal abgesunken sind. Dass sich am Meeresgrund so viel Mikroplastik ansammelt, beeinflusst nicht nur das Ökosystem negativ, sondern auch die Ernährung von uns Menschen. Da sich viele wirbellose Tiere von Sediment ernähren und dabei auch die mikroskopisch kleinen Plastikteilchen aufnehmen, gelangen diese über die verschiedenen Glieder der Nahrungskette schließlich auch in unseren Magen. 

 

Quelle:
Der Standard, 28.12.2020, "Mikroplastik in 8.250 Metern Meerestiefe gefunden"

 

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