In Zukunft weniger Tierleid bei Schlachtungen?

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Als Fast-Veganerin habe ich natürlich grundsätzlich keine Freude an der Idee, dass Tiere überhaupt geschlachtet werden. Aber wenn es denn nun unbedingt sein muss, dann sollte es so tierfreundlich wie möglich geschehen. Ein Antrag der NEOS, unterstützt von den Grünen und der ÖVP, könnte nun hoffentlich zu Verbesserungen in diesem Bereich führen.

Ziel wäre es, Schlachtungen im gewohnten Umfeld der Tiere zu erleichtern und ihnen so den Stress von (teilweise sehr langen) Transportwegen und Todesmaschinerien (= Schlachthöfen) zu ersparen, wobei hohe Veterinär- und Lebensmittelhygienestandards weiterhin eingehalten werden sollen.

Zwar gibt es auch jetzt schon in einigen Regionen Österreichs Initiativen in Richtung stressfreierer Schlachtung, allerdings waren die Auflagen und Kosten hierfür bis jetzt so hoch, dass diese Art der tierfreundlicheren Tötung bis jetzt eine Ausnahme blieb und sich wenn, dann oft in einer gesetzlichen Grauzone abspielte.

Nun sollen stressfreiere Schlachtungen gesetzlich geregelt und die Anschaffung von (teil)mobilen Schlachtanlagen finanziell gefördert werden. Um auch weniger finanzstarken Kleinbauern den Zugang zu ebendiesen zu ermöglichen, soll in Zukunft auch die gemeinsame Nutzung einer (teil)mobilen Schlachtanlage durch mehrere Betriebe rechtlich auf sichere Beine gestellt werden.

Überzeugt hat die Politiker bei ihrer Initiative wohl nicht nur das gesteigerte Tierwohl, sondern auch qualitative und wirtschaftliche Aspekte: Kann die Angst der Tiere in ihren letzten Lebensstunden möglichst gering gehalten werden, so erhöht sich die Qualität ihres Fleisches. Und durch Hofschlachtungen und Direktvermarktungen bleibt die Wertschöpfung eher in der Region.

Noch muss der Antrag allerdings kommende Woche final beschlossen werden. Hoffen wir, dass alle genannten Punkte berücksichtigt werden und die Regelungen sowohl zugunsten der Tiere, als auch kleiner bäuerlicher (Bio)betriebe ausfallen.

 

Quellen:
APA-OTS Originaltext-Service GmbH, 18.03.2021, "Eßl/Stammler/Doppelbauer: Stressfreie und regionale Schlachtung verstärkt fördern!"
Der Standard, 21.03.2021, "Tod auf der Weide: Wie stressfreies Schlachten ermöglicht werden soll"

 

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