Deutsche Konzerne müssen in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen

Gute Nachrichten Nachhaltigkeit

Die deutsche Regierung hat vor Kurzem beschlossen, im Herbst ein Lieferkettengesetz zu verabschieden, das ab 2023 gelten und Unternehmen verstärkt in die ökosoziale Verantwortung nehmen soll. 

Deutsche Unternehmen sollen zukünftig für die Einhaltung der Menschenrechte (z.B. Unterlassung von Kinder- oder Zwangsarbeit) bei ihren Lieferanten auch im Ausland geradestehen und außerdem ein stärkeres Augenmerk auf Umweltvorgaben richten. 

In einem ersten Schritt werden diese Vorgaben ab 2023 für Betriebe mit mehr als 3.000 Mitarbeitern gelten, aber 2024 liegt die Schwelle dann bei nur mehr 1.000 Beschäftigten. Kleine und mittlere Firmen sollen von dem neuen Gesetz nicht betroffen sein.

Auch eine zuvor anscheinend diskutierte mögliche zivilrechtliche Haftung der Konzerne im Falle eines Verstoßes, die zu Gerichtsverfahren mit hohen Strafen führen hätte können, wird am Ende doch nicht eingeführt. Statt der Haftung drohen nun Bußgeldzahlungen und der temporäre Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen.

Eine heimische Bürgerinitiative fordert ein ähnliches Lieferkettengesetz auch für Österreich, allerdings scheint unsere Regierung derzeit noch keine Anstalten zu machen, entsprechende Schritte zu setzen.

 

Quelle:
Der Standard, 12.02.2021, "Deutsche Konzerne müssen für Menschenrechtsverletzungen geradestehen"

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