Die Weltmeere sollen einen digitalen Zwilling erhalten

Klimawandel Ökosysteme Wissenschaft

Anfang dieses Jahres begann die von der UN ins Leben gerufene Dekade der Ozeane, deren Ziel es ist, wissenschaftliche Erkenntnisse für die nachhaltige Entwicklung und Gesundheit der Weltmeere einzusetzen.

Da ist es wohl auch kein Zufall, dass als Teil des Green Deals der EU ein digitaler Zwilling der Weltmeere - mit dem Namen Digital Twin Ocean - erschaffen werden soll. Hierzu werden unzählige Daten (z.B. Temperatur, Salzgehalt, etc.) von Tauchrobotern, Forschungsschiffen und Satelliten gesammelt und in den nächsten fünf Jahren zu einer digitalen Simulation der Ozeane zusammengeführt werden, mithilfe derer die Auswirkungen verschiedener Klima-Entwicklungsmodelle getestet und greifbarer gemacht werden könnten.

Können die Konsequenzen (falscher) Klimapolitik in der virtuellen Ozeankopie frühzeitig und plastisch dargestellt werden - so die Hoffnung - wird das eventuell auch zu konkreten Handlungen führen, um das Schlimmste zu verhindern. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass die Gesundheit der Weltmeere entscheidend für uns alle ist - schon alleine deswegen, weil diese ca. ein Drittel aller CO₂-Emissionen absorbieren und damit die Auswirkungen der Klimakrise zumindest etwas abfedern.

Ein weiteres Projekt, für das die europäische Weltraumorganisation verantwortlich zeigt, soll die Simulation sogar noch um eine Ebene erweitern: Ziel wäre es, auch noch einen digitalen Zwilling der Erde zu erstellen, um u.a. die Folgen des Klimawandels auf den unterschiedlichsten Ebenen studieren zu können.

Quelle:
Der Standard, 09.01.2021, "Forscher wollen digitalen Doppelgänger der Weltmeere erschaffen"

 

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