Lebensmittelverschwendung

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Der 2. Mai ist Tag der Lebensmittelrettung, da rein statistisch gesehen alle Lebensmittel, die bis jetzt produziert wurden, im Müll landen. Weltweit betrachtet sprechen wir von der schier unglaublichen Menge von 1,3 MILLIARDEN Tonnen. Österreich trägt dazu mit ca. 1 Million Tonnen pro Jahr bei, also ungefähr die Menge, mit der man die gesamte Bevölkerung der Bundesländer Kärnten und Salzburg ernähren könnte.

Dies stellt eine schier unfassbare Verschwendung von Ressourcen dar, feuert den Klimawandel an und führt außerdem zu erhöhten Lebensmittelpreisen.

Wir selbst ernähren uns hauptsächlich von Lebensmitteln, die andernfalls auf dem Müll landen würden und sehen daher jede Woche mit eigenen Augen wie absurd viel ausgemustert wird, das eigentlich noch für den menschlichen Verzehr geeignet wäre.

Was kannst nun du persönlich tun, um wertvolle Lebensmittel zu retten?

  • Kaufe direkt beim Bauern ab Hof oder bei anderen Anbietern ein, die auch nicht perfekt aussehendes Obst und Gemüse im Sortiment haben
  • Unterzeichne Petitionen gegen Lebensmittelverschwendung an Supermärkte und die Politik
  • Kontaktiere die Leitung des Lebensmittelhändlers deines Vertrauens und frage nach, was sie eigentlich gegen Lebensmittelverschwendung tun (oder auch nicht). Haben sie auch ästhetisch nicht perfektes Obst und Gemüse im Sortiment? Füllen sie ihre Regal auch noch kurz vor Ladenschluss völlig sinnbefreit mit Frischwaren nach, die dann meist weggeworfen werden, weil sie ohnehin keiner mehr kauft?
  • Kaufe auch im Supermarkt Lebensmittel, die ästhetisch nicht perfekt sind und / oder die schon nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum sind
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet genau das: MINDESTENS haltbar bis. Oft handelt es sich hier auch eher um eine rechtliche Absicherung der Hersteller oder es ist auch nur eine reine Definitionssache (z.B. bis zu welcher Kulturendichte ein Joghurt noch als Joghurt bezeichnet und verkauft werden darf). Glücklicherweise hat uns die Natur mit Sinnesorganen ausgestattet, die es uns erlauben, in den meisten Fällen einwandfrei zu erkennen, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist oder nicht, anstatt blind nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu entscheiden: Sehen - Riechen - Schmecken (allerdings ist bei rohem Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Eiern besondere Vorsicht ratsam)
  • Wenn du dir bei rohen Eiern nicht sicher bist, ob sie noch gut sind, kannst du den Wassertest machen: Ein Glas mit Wasser füllen, Ei vorsichtig hineingeben. Sinkt das Ei auf den Boden des Glases und bleibt dort liegen, ist es noch gut. Sinkt es zu Boden, steht dort aber leicht schwebend vertikal, solltest du es so bald als möglich aufbrauchen und dabei gut durchkochen oder -braten. Schwimmt das Ei an der Wasseroberfläche, ist es bereits verdorben und sollte nicht mehr verzehrt werden.
  • Geh nicht hungrig einkaufen und kauf nicht mehr, als du wirklich brauchst
  • Plane deine Gerichte so, dass zuerst diejenigen Lebensmittel verbraucht werden, die andernfalls am schnellsten verderben würden
  • Schmeiß Reste nach dem Essen nicht weg, sondern bewahre sie in verschließbaren Gefäßen im Kühlschrank auf und integriere sie in deine nächsten Mahlzeiten
  • Falls du doch einmal zu viel von etwas daheim haben solltest, um es gleich zu verbrauchen, kannst du durch Einwecken, Einfrieren oder Trocknen (Dörrapparat) eine Vielzahl an Lebensmitteln deutlich länger haltbar machen. Außerdem hast du dann einen Vorrat an selbstgemachten Fertiggerichten, auf die du zurückgreifen kannst, wenn du mal keine Zeit oder Lust zum Kochen hast.
  • Solltest du Obst oder Gemüse zuhause haben, das schon etwas "angezählt" ist und das du nicht roh verzehren willst, kannst du daraus zum Beispiel Mus oder Saucen auf Vorrat machen.
  • Hart gewordenes Brot oder Gebäck kannst du u.a. zu Semmelbröseln, Knödeln, Croutons für Suppen oder aber Brotsuppen wie die italienische Ribollita verarbeiten.
  • Frag deine Eltern oder Großeltern, was sie alles noch aus Lebensmittelresten zaubern und hol dir so Ideen für deinen eigenen Haushalt.
  • Sprich mit anderen über das Thema Lebensmittelverschwendung.

 

Quellen:
WWF, "Save the date: Tag der Lebensmittelverschwendung"

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