Schlechte Nachricht, die Zweite: 2100 gibt es vielleicht keine Eisbären mehr

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Eisbären sind extrem gut an die eiskalten und rauen Lebensbedingungen am Nordpol angepasst - und genau das könnte ihnen aufgrund der Klimaerwärmung zum Verhängnis werden.

Dies hat mehrere Gründe:

Ihr dichter Pelz aus hohlen Haaren schützt sie zwar auch bei extrem niedrigen Temperaturen vor dem Auskühlen, hat allerdings den Nachteil, dass Eisbären rasch zur Überhitzung neigen. In Anbetracht der ständig steigenden Temperaturen ist dies bedenklich.

Eisbären benötigen sehr fettreiche Nahrung, um in ihrem Körper genügend Reserven für den Winter und die Aufzucht ihrer Jungen zu speichern. Diese nehmen sie hauptsächlich zu sich, indem sie auf Robbenjagd gehen - was allerdings nur möglich ist, solange die Eisschicht, und damit der Zugang zu ihren Beutetieren, gewährleistet ist. Aufgrund der Klimaerwärmung gehen die Eismassen aber immer weiter zurück.

In der Vergangenheit konnten sich Eisbären während von Nahrungsmangel geprägten Zeiten mit dem Verzehr von an den Küsten angespülten Walkadavern über Wasser halten. Auch dies wird heutzutage allerdings immer schwieriger, da auch die Walbestände stark dezimiert wurden.

Daher befürchten Wissenschafter, dass die meisten Eisbärpopulationen bis 2100 ausgestorben sein könnten.

 

Quelle: Der Standard, 16.12.2020, "Klimawandel: Eisbären könnten bis 2100 ausgestorben sein"

 

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