Strom sharing is caring

Energiewende Heimische Produzenten Nachhaltigkeit

Wie in so vielen anderen Bereichen auch könnte die Zukunft der Stromversorgung in der Sharing Economy liegen. Der Grundgedanke liegt hier darin, Strom möglichst lokal zu produzieren und zu verbrauchen und überschüssige Energie sinnvoll zu verteilen und somit die Bedarfsdeckung ökologischer zu gestalten.

Hierzu laufen vielerlei Forschungsprojekte und auch ein 2015 gegründetes kleines Weinviertler Unternehmen mischt im Bereich der sogenannten Energie-Communities mit. 

Ihre Gemeinschaft besteht mittlerweile aus ca. 600 Mitgliedern, die Strom aus erneuerbaren Energiequellen beziehen und auch untereinander austauschen. Dazu wurde eine eigene Hardware entwickelt, die Produktions- und Erzeugungsdaten fast in Echtzeit misst und weiterleitet, um Angebot und Nachfrage abzugleichen und den Strom so dorthin zu schicken, wo er in dem Moment auch gerade wirklich benötigt wird. 

Die Verbraucher können dabei wählen, von welchen Produzenten sie ihren Strom beziehen wollen und Eigenproduzenten (Mitglieder mit eigener Photovoltaikanlage) können selbst entscheiden, zu welchem Tarif ihr Strom weitergegeben werden soll. Auch "Stromspenden" zum Nulltarif, z.B. an weitere Familienmitglieder oder karitative Einrichtungen, sind möglich.

Durch dieses präzise bedarfsorientierte Tauschverfahren kann ein Großteil (zwischen 70 und 80%) des Strombedarfs der Gemeinschaft gedeckt werden. Für den Rest wird zertifizierter Ökostrom bezogen.

Das Modell wird ständig verbessert und soll in Zukunft auch weiter ausgebaut werden.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website des Weinviertler Unternehmens

 

Quelle:
Der Standard, 14.01.2021, "Auch Strom kann man teilen"

 

Diese Blogartikel könnten dich ebenfalls interessieren:

Mangelhafte Atomreaktoren ganz in unserer Nähe

Energiecharta und Milliardenklagen behindern Europas Klimaziele

Keine EU-Fördergelder für Wasserstoff aus Atomkraft

Schwimm mit dem Strom - dem Ökostrom!

Palmöl darf nicht länger in Biokraftstoffen verwendet werden

Vom Abfallprodukt zum Öko-Kraftstoff


Older Post Newer Post


Leave a comment