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Bio & vegan - wie konsequent sind wir?

Wann immer möglich und sinnvoll, wĂ€hlen wir fĂŒr unsere Produkte vegane Rohstoffe in BioqualitĂ€t, da wir ĂŒberzeugt sind, dass diese in den meisten FĂ€llen die beste Wahl fĂŒr Mensch und Natur sind.

Warum sind dann nicht alle Rohstoffe in unseren Produkten biologisch und vegan? Das hat verschiedene GrĂŒnde, die wir euch im Namen grĂ¶ĂŸtmöglicher Transparenz gerne darlegen wollen:

BioqualitÀt

Wenn ein von uns verwendeter Rohstoff nicht als biologischen Ursprungs gilt, hat das im Normalfall einen von drei GrĂŒnden:

1. nicht "biofÀhig" - In den meisten FÀllen ist der Rohstoff deswegen nicht als biologisch deklariert, weil er gar nicht zu den sogenannten "biofÀhigen" Ingredients gehört oder aber schlicht und einfach (laut unserem derzeitigen Wissensstand) nicht in BioqualitÀt angeboten wird: Dazu zÀhlen in unseren Produkten z.B. die Heilerde, der Emulgator auf Rapsöl-Basis, die naturidentischen Konservierungsmittel, das Magnesium Sulfat (Konsistenzregler) oder das Tocopherol (Vitamin E).

2. Wasser - Bei Wasser ist es hingegen so, dass es laut den gÀngigen Standards nur dann als biologischen Ursprungs zÀhlt, wenn es aus bio-zertifizierten pflanzlichen Quellen stammt. "Normales" destilliertes Wasser wird also nicht als biologisch gewertet.

3. BioqualitĂ€t vs. Transportwege - Und dann gibt es noch die "man kann (leider!!) nicht alles haben"-Ingredients. Die Rohstoffe, die wir verwenden, mĂŒssen natĂŒrlich den hohen Anforderungen der Kosmetikverordnung (und zusĂ€tzlich den Kriterien des Naturkosmetikstandards) entsprechen und daher von einem professionellen Hersteller mit den erforderlichen Zertifikaten bezogen werden. Dadurch fallen leider schon so einige Anbieter weg und aufgrund der derzeitigen Produktionsstrukturen mĂŒssen wir als Konsequenz leider manchmal die folgende Wahl treffen: Wir können den Rohstoff ENTWEDER in Bio-QualitĂ€t einkaufen ODER aber aus Europa. Dies ist z.B. bei Ă€therischem Pfefferminzöl in KosmetikqualitĂ€t der Fall - in BioqualitĂ€t wird dieses nur aus Indien oder den USA angeboten, obwohl die Pfefferminze doch eine heimische europĂ€ische Pflanze ist. Daher haben wir gemeinsam mit unserem Hersteller so lange gesucht, bis wir ein Pfefferminzöl aus Italien gefunden haben - das aber leider nicht in offiziell zertifizierter Bio-QualitĂ€t hergestellt wird. In diesem Fall haben wir uns letzten Endes dennoch fĂŒr das europĂ€ische Öl entschieden, weil wir der Ansicht sind, dass dies in Summe (unter Einbeziehung verschiedenster Aspekte, wie Produktionsstandards, Einhaltung des Arbeitsrechts, geringere Transportwege und regionale Wertschöpfung) die bessere Wahl darstellt. Und auch bei diesem nicht bio-zertifizierten Öl stellen wir natĂŒrlich sicher, dass es den strengen Anforderungen der österreichischen Naturkosmetikrichtlinien entspricht (ISO 9235 fĂŒr aromatische natĂŒrliche Rohstoffe, Sicherheitsdatenblatt, Ifra-Analyse).

Vegan

Ich - Fiona - ernĂ€hre mich selbst hauptsĂ€chlich vegan und mein Bruder Stefan versucht seinen Konsum von tierischen Produkten soweit wie möglich einzuschrĂ€nken - daher haben wir vollstes VerstĂ€ndnis und Achtung fĂŒr die GrundsĂ€tze eines veganen Lebensstils. Dennoch machen wir bei einem der fĂŒr unsere Kosmetik verwendeten Rohstoffe eine Ausnahme: Bienenwachs.

Wir möchten euch gerne erklÀren wieso, damit ihr euch eure eigene Meinung bilden und eine darauf basierende Entscheidung treffen könnt.

Bienenwachs ist fĂŒr mich ein wunderbarer Rohstoff, den ich vor allem aufgrund seiner pflegenden und hautschĂŒtzenden Eigenschaften extrem schĂ€tze. Das Bienenwachs bildet so etwas wie einen leichten potenziell antibakteriellen Schutzfilm um die Haut - ohne dabei aber die Poren zu verstopfen - und kann dadurch z.B. EntzĂŒndungen, Reizungen und Trockenheit der Haut lindern. Außerdem kann der hohe Vitamin A Gehalt des Bienenwachses dabei helfen, die Zellregeneration zu unterstĂŒtzen und die Haut elastisch und straff zu halten.

Bis zu einem gewissen Grad haben auch vegane Wachsalternativen einige dieser positiven Eigenschaften, allerdings sehe ich deren Verwendung aus GrĂŒnden der Nachhaltigkeit trotzdem kritisch, da die gĂ€ngigsten veganen Alternativen (Carnaubawachs, Japanwachs oder Beerenwachs, Candelillawachs) nicht aus in Europa heimischen Pflanzen gewonnen werden können und daher erst ĂŒber lange Transportwege importiert werden mĂŒssen.

Es gibt auch vegane Wachsalternativen europĂ€ischen Ursprungs, allerdings sind diese entweder eher nicht zur Verwendung in Kosmetika bestimmt (Rapswachs, Sojawachs, Myrtenwachs) und / oder sind - z.B. im Fall des Sonnenblumenwachses - meines Wissens nicht in Bio-QualitĂ€t erhĂ€ltlich (was auch nicht ideal ist und außerdem höchstwahrscheinlich nicht mit dem Naturkosmetikstandard konform gehen wĂŒrde, da dessen Ausgangsstoff - das Sonnenblumenöl - immer in BioqualitĂ€t verwendet werden muss). 

Außerdem gibt es einen weiteren Grund, warum wir Bienenwachs gegenĂŒber veganem Wachs den Vorzug geben: Bienen (Wild- und Nutzbienen) bestĂ€uben 80 % unserer Wild- und Nutzpflanzen. Sie sind also unerlĂ€sslich fĂŒr unser Ökosystem und wir wollen daher im Rahmen unserer Möglichkeiten zumindest einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Bienen unserer Umwelt erhalten bleiben, indem wir gewisse Bienenprodukte kaufen.

NatĂŒrlich können wir aber die Bedenken bzgl. der Nutztierhaltung von Bienen nachvollziehen - und verwenden deswegen ausschließlich österreichisches Bio-Bienenwachs. Dadurch fördern wir gezielt heimische Biohaltung mit den höchstmöglichen Standards - sowohl was die bienenfreundliche Haltung als auch die hohen QualitĂ€ts- und Sicherheitsanforderungen an die Endprodukte betrifft. NĂ€here DetailsÂ ĂŒber das biologische Imkern findet ihr unter anderem unter diesem Link.